Mit Mut, Liebe und dem letzten Weckruf für ein starkes Europa - Im Gespräch mit Helmut Brandstätter, Ulrike Guérot, Gesine Schwan, Nini Tsiklauri

Wird nach der Krise in der Europäischen Union nichts bleiben, wie es war?
Bildung, Kultur und Medien • Europa und Internationales • Innen- und Kommunalpolitik
Wien
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Bundesfachgruppe Medienberufe im BSA
Vereinigung sozialdemokratischer Angehöriger in Gesundheits- und Sozialberufen
Vereinigung Sozialdemokratischer Universitäts- und FachhochschullehrerInnen
Dienstag,
16
.3.
2021
18.00 Uhr

Zoom App

-, Download unter https://zoom.us/

Dr. Helmut Brandstätter (Journalist, Buchautor "Letzter Weckruf für Europa" sowie Abgeordneter zum Nationalrat und Zukunftspartner der Neos)

Univ.-Prof.in Dr.in Ulrike Guérot (Politikwissenschaftlerin, Buchautorin "Nichts wird so bleiben wie es war? Europa nach der Krise" sowie Professorin und Leiterin des Department für Europapolitik und Demokratieforschung an der Donau-Universität Krems)

Univ.-Prof.in Dr.in Gesine Schwan (Politikwissenschaftlerin, Präsidentin und Mitgründerin der Humbolt-Viadrina Governance Platform Berlin, emeritierte Professorin für Politikwissenschaft und Dekanin für den Fachbereich an der Freien Universität Berlin, ehemalige Präsidentin der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder sowie Vorsitzende der Grundwertekommission der SPD in Deutschland)

Nini Tsiklauri (Schauspielerin, Musikerin, Buchautorin "Lasst uns um Europa kämpfen - Mit Mut und Liebe für eine starke EU" sowie Initiatorin von Pulse of Europe in Wien)

 

 

In Krisenzeiten werden außerordentliche Maßnahmen angeordnet, der Staat soll funktionieren und die Menschen durchlotsen. Überall in Europa rückt die Gesellschaft zusammen, Solidarität ist das Gebot der Stunde, aber die Europäische Union scheint handlungsunfähig, die Schäden in Gesellschaft und Wirtschaft sind enorm. Der Höhepunkt der Krise ist unter Umständen noch nicht erreicht, für viele gibt es mit der Europäischen Union bereits einen Schuldigen, da nationale Regierungschef der radikalen rechten Lager Ressentiments gegen die Europäische Union bedienen. In dieser schwierigen Lage schaut die Europäische Union dem Handelskrieg zwischen den USA und China hilflos zu, muss aber unter den Auswirkungen leiden. Für den ehemaligen US-Präsident Donald Trump ist Europa kein Partner mehr, sondern ein Konkurrent auf dem Weltmarkt. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hält die NATO für „hirntot“, im Nahen Osten ist die Europäische Union ein Beobachter und in ehemaligen Ostblock-Staaten wie Ungarn und Polen entstehen autoritäre Regime, die mit den Werten Europas nichts mehr zu tun haben wollen. Der Streit um das künftige Budget der Europäischen Union eskaliert, gemeinsame Schulden wollen die südeuropäischen Länder, Österreich und andere Staaten lehnen das ab, Europa dürfte vor einem Wendepunkt stehen.

 

Was kommt danach? Wer und wie wollen die EuropäerInnen in Europa sein? Wird es ein „back to normal“ geben, zum Binnenmarkt, zu offenen Grenzen? Was geschieht mit dem großen Friedensprojekt Europa? Woran werden sich die EuropäerInnen erinnern, dass diese einander geholfen oder im Stich gelassen haben? Welche neuen Perspektiven gibt es, die Europäische Union zu begreifen und zu fühlen? Wie kann Europa mit starken Emotionen aufgeladen werden? Gibt es einen „Do-It-Yourself-Rettungsplan“ für die Europäische Union? Wie entscheiden die EuropäerInnen, in welche Richtung sich Europa bewegt? Ist die Krise eine Mahnung, das friedliche Europa zu erhalten? Wie kann gemeinsam verhindert werden, dass in einer zerfallenden Europäischen Union historische Konflikte wieder aufbrechen? Wieso hat sich Europa immer mehr von seinem Ziel einer „immer engeren Union“ abgewendet? Was hält Europa in seinem Inneren noch zusammen? Wie kann die Europäische Union gegen die neuen Abschottungen, Renationalisierungen und Europafeindschaft behauptet werden? Kann das Erreichte konsequent von der Gemeinschaft der Staaten zur Union der Kulturen, Gesellschaften weiterentwickelt werden? Wie kann Verantwortung für ein Europa der Menschen statt der Verteidigung von Interessen der Staaten übernommen werden?

Aus organisatorischen Gründen wird höflich um Anmeldung(en) per Mail unter doebling@bsa.at gebeten.