Recht auf Arbeit oder Recht auf Geld?

Staatliche Beschäftigungsgarantie versus bedingungsloses Grundeinkommen: Was hilft (besser) gegen Armut und Arbeitslosigkeit? Im Gespräch mit Markus Marterbauer, Barbara Prainsack, Judith Pühringer und Helmo Pape
Veranstaltungsreihe: BSA Kontrovers
Wien
BSA-Generalsekretariat
BSA Döbling
Tuesday,
28
.5.
2019
18.30 Uhr

BSA-Generalsekretariat

1010 Wien, Landesgerichtsstraße 16, 3. Stock

Dr. Markus Marterbauer (Ökonom und Leiter der Abteilung Wirtschaftswissenschaft und Statistik der Arbeiterkammer Wien, Vizepräsident des Fiskalrates und Universitätslektor)

Univ.-Prof.in Dr.in Barbara Prainsack (Professorin für Vergleichende Politikfeldanalyse am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien, Leiterin der Forschungsgruppe Zeitgenössische Solidaritätsstudien)

Mag.a Judith Pühringer (Expertin für Sozial- und Arbeitsmarktpolitik und Geschäftsführerin von arbeit plus, einem unabhängigen Netzwerk von 200 sozialen Unternehmen in Österreich)

Helmo Pape (Ex-Banker, Gründer des Vereins Generation Grundeinkommen Österreich, Projektleiter in der Genossenschaft für Gemeinwohl für ethisches Banking)
 

 

 

Begrüßung:
Dr. Andreas Mailath-Pokorny
BSA Präsident

 

Ein "Einkommen zum Auskommen" wird von sozialdemokratischer Seite oft gefordert. Mit einem bedingungslosen Grundeinkommen fremdelt die Sozialdemokratie aber, oft wird dahinter ein Abbau sozialstaatlicher Errungenschaften vermutet. In der Tat wird das bedingungslose Grundeinkommen intellektuell eher von liberaler Seite propagiert und gesellschaftlich eher von den Unternehmen aufgegriffen. Aber kann sich die Linke angesichts der Beschleunigung des technologischen Wandels (Stichwort Digitalisierung) und einer Erosion der Lohnarbeit einem bedingungslosen Grundeinkommen weiterhin verschließen?

Oder ist ebendiese Erosion der Lohnarbeit nur ein Zerrbild, das die kapitalistischen Eliten zeichnen? Wird uns die Arbeit gar nicht ausgehen und ist sie nur falsch verteilt? Sind staatliche Beschäftigungsmaßnahmen - wie zum Beispiel die Aktion 20.000 - zielführender, um Armut zu verringern? Gerade in Zeiten einer gemäßigten Inflation und hoher persistenter Arbeitslosigkeit gehen solche Überlegungen über die klassische Sozialpolitik hinaus. Mittlerweile beschäftigen sich ganze wirtschaftswissenschaftliche Strömungen, insbesondere die "modern monetary theory", mit dem Konzept des Staates als "employer of last resort" (als Parallele zur Zentralbank als "lender of last resort").

 

Aus organisatorischen Gründen wird höflich um Anmeldung(en) per Mail unter veranstaltungen@bsa.at gebeten.